Steinekircher Maibaum geklaut

Jedes Jahr machen die Steinekircher sich viel Arbeit mit dem Maibaum, bereits einige Tage vor dem Aufstellen, wird ein Baum ausgesucht, gefällt und dann an den darauf folgenden Tagen aufwendig geschnitzt.

Seit 1997/1998 sind die Steinekircher bekannt im ganzen Umkreis für Ihre ambitionierte Brauchtumspflege. Bis 2003 verging kein Jahr, indem nicht wenigstens ein Baum geklaut wurde. Im letzten Jahr (2017) erweckten die jungen Steinekircher, das Brauchtum wieder zum Leben. Sie hatten es satt den alten Steinekircher Legenden zuzuhören, sie wollten es jetzt selbst wissen, wie das ist, einen Baum zu stehlen. Der Landensberger Baum wurde ruckzuck ausgespäht und anschließend zur nächtlichen Aktion aufgerufen. Per Whatsapp ist das heute alles ein Kinderspiel. Auch ein paar alte Urgesteine, die sich sonst nur mit ihren Legenden rühmten, konnten rekrutiert werden. Sogar das ehemalige bewährte Fahrer-Team Reini & Benne (40 km/h) waren dabei. Lange Rede kurzer Sinn, der Maibaum war nach aufwendiger Planung und einem aufregend anstrengenden Transport bald in Steinekircher Hand.

Die Landensberger haben jedoch angekündigt, sich zu revangieren, nur hat das in Steinekirch wohl niemand ernst genommen. Kurzum die Landensberger kamen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (26.04.2018) und klauten den Baum auf rätselhafte Weise. Dabei hatten sie Unterstützung von Männern aus Glöttweng, Offingen und Freihalden.

Nachdem der Baum bereits geschnitzt war, forderten sie zunächst 20 Kisten Bier. Letztlich konnte man sich allerdings auf eine Brotzeit mit 10 Kisten einigen.

Reschbekt, liabe Landensberger, muss ma scho saga!

Maibaumklau 2017:

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Maibaumklau 2003